Streckenverlauf - Bahnhof Bleckstein – Bahnhof Waitzingeralm


Ausschnitt aus OriginalplanIn östlicher Richtung verlief vom Bahnhof Bleckstein die Trasse zum größten Holzlagerplatz der Waldbahn. Gewaltige Mengen an Holz wartete hier auf den weiteren Transport ins Tal.
Etwa auf halbem Weg der Strecke, kurz vor der Brücke über die Valepp, befand sich die Abzweigung zur Waitzingeralm. Nach etwa 200 m wurde hier zweigleisig der Bleckstein-Aufzug erreicht. In heutiger Zeit steht an dieser Stelle das Bleckstein-Haus.
Anders als bei den Bremsbergen ergab sich hier das Problem, dass schwere, mit Holz beladene Trucks aus dem Tal über eine steile Geländekante heraufgezogen werden mussten. Man löste diese Aufgabe durch den Einbau eines stationären Aufzuges. Angetrieben wurde dieser Aufzug von einer Dampfmaschine, einer sogenannten Lokomobile.

Der Holzlagerplatz Grünanger

Der Blecksteinaufzug im Bau. Auf den Fundamenten ruht heute das Bleckstein-Haus

Lokomobile sind heute gänzlich verschwunden. Nur in einschlägigen Museen sind diese damals als landwirtschaftliche Zugmaschinen verwendeten Maschinen noch zu bewundern. Um den großen Belastungen, denen die Maschine ausgesetzt war, entgegenzuwirken, errichtete man für die Lokomobile ein eigenes Haus auf sehr stabilem Fundament.
Der Bleckstein-Aufzug in der Bauphase.Der Blecksteinaufzug überwand bei einer Länge von 198 m eine Höhendifferenz von 59,3 m. Das entspricht einer Steigung von 29,8 % und ist damit nur unwesentlich geringer als die Steigung des steilsten Bremsberges.
Die Zuführung der Trucks zum Aufzug erfolgte sowohl oben als auch unten jeweils zweigleisig. Auch auf dem Aufzug wurde das Prinzip der Bremsberge praktiziert, dass ein beladener und ein unbeladener Wagen über ein Seil verbunden wurden. Der Aufzug war folglich wie die Bremsberge mit drei Schienen ausgestattet und hatte in der Mitte einen zweigleisigen Ausbau für die Begegnung der Wagen.
Die Trasse führte von der Talstation des Bleckstein-Aufzuges weiter in südlicher Richtung bis zum 1,1 km entfernt gelegenen Endbahnhof der Waldbahn bei der Waitzingeralm. Auch hier waren mehrere Gleise mit Verladerampen errichtet worden.

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