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VON SOPHIE PLITZ Neuhaus
- Schon seit Wochen schwebt das Gerücht über einen Abriss der
Kant'n wie ein Damoklesschwert über dem Musikcafe. Es wird gemunkelt,
dass sie in naher Zukunft einem Park & Ride-Parkplatz oder auch
Stellplätzen für das Wasmeier-Museum weichen muss. Zur Erhaltung
der über die Grenzen des Landkreises hinaus beliebten Kleinkunstbühne
hat der Verein EigenART die Initiative „Rettet die Kant'n"
gestartet. Was diese tun will, wurde jetzt bei einer Pressekonferenz
vorgestellt. Nicht nur für Nachwuchskünstler, die der Verein
EigenART fördert, bietet die Kant'n mit ihrer perfekten
Akustik und dem unverwechselbaren Ambiente eine ideale Plattform.
Damit das so bleibt, 'wollen EigenART- Pressesprecher Tobias Öller,
Schriftführer Markus Reisinger, Pächter Matthias Isenmann und Wirt
Peter Stockner kämpfen. Um zu wissen, wie viele Leute hinter der
Kant'n stehen, bittet die Initiative um Solidaritäts-Bekundungen
von Vereinen, Parteien und Privat-Personen, die per Fax unter der
Nummer 0 80 25 / 99 79 33 oder per E-Mail an rettet-die-kantn@eigenart.-ev.de
gesendet werden können. „Bei einem dreitägigen Festival im September
werden alle, die uns unterstützen, auf einem Plakat genannt werden",
sagte Öller. Einen Befürworter hat die Initiative bereits. „Die
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CSU ist für die Kant'n", betonte die Ortsvorsitzende Anneliese
Reinthaler. Auch eine Podiumsdiskussion zu „Kleinkunst oder Parkraum?"
sei geplant. „Wir haben schon viele Zusagen von Politikern, die
für die Kant'n sprechen wollen, aber noch keinen, der dagegen ist",
sagte Tobias Oller. Am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, steige
ein großes Benefiz-Festival, bei dem M-Riddem, Trick 17 und Living
Daydream auftreten. Den oft geäußerten Vorwurf über das unansehnliche
Erscheinungsbild der Kant'n wollte der Pächter nicht auf sich sitzen
lassen. „Wenn wir sicher wüssten, dass es die Kant'n noch ein paar
Jahre gibt, investieren wir auch. Doch wir können nicht unser Geld
in ein Gebäude stecken, das im nächsten Monat abgerissen wird",
sagte Isenmann. Dass die Kant'n tagsüber nicht genutzt werden könne,
sei nicht richtig. „Ich bin für alles offen", betonte der Wirt. „Viele
Jugendliche haben viel Geld und Energie in die Kant'n gesteckt und
damit bewiesen, wie wichtig sie für sie ist", so Öller. Kein
Cent an Steuergeldem stecke darin sie sei ein Symbol für Eigeninitiative.
„Wir haben uns selber ein Heim geschaffen - und das wollen wir erhalten."
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